Fick dich...
"Affentheater! Machst du das hier für Publicity? Brauchst du es für dein Ego?
Tu lieber das, was du kannst, anstatt hier so rumzuheulen..."
Dazu dann noch dein dreckigstes Grinsen, und ich hab dich so sehr gehasst an dem Abend.
"Fick dich, fick dich, fick dich!" hab ich geschrien, und trotzdem hab ich immer noch dein Grinsen gesehen, und ich weiß, ich hätte es auch dann noch gesehen, wenn ich dir gegenüber gestanden und dich so angeschrien hätte. Du hättest mich ausgelacht, und irgendwann wäre ich auf dich losgegangen und hätte nach dir geschlagen und getreten. Du hättest mich nur an den Handgelenken fest gehalten, hart auf Abstand, und dein Lachen hätte nicht aufgehört, bis ich geweint hätte vor Wut. Und erst dann hättest du mich - nur ganz kurz - in den Arm genommen und mir zugeflüstert: "Sei kein Kind!"
Dann hättest du mich stehen lassen, wärst weg gegangen und hättest noch einmal über die Schulter geschaut und mich angelächelt - und ich wäre dir nachgelaufen wie ein junger Hund. Ich hätte mich gehasst dafür, und ich hasse dich dafür, so sehr! So sehr, wie ich dich liebe, so sehr, dass es manchmal weh tut, weil du mich immer wieder triffst.
Fick dich!
Und schon wieder sehe ich dich lachen - ich kann nicht glauben, dass ich jetzt auch spüre, wie es anfängt, wie du mich ansteckst. Ich will nicht lachen, will nicht einverstanden sein mit dir. Aber du hast mich schon wieder, und du hältst mich ganz fest. Erst jetzt kann ich mich gehen lassen.
Man kann sich das Szenario richtig vorstellen.
Gilt übrigens auch für deinen anderen Text "Fick mich", aber da stehen schon so viele tolle, hochwertige Kommentare, da wollte ich das nicht kaputt machen mit meinen relativ laienhaften Kommentar.
Naja, ich mags jedenfalls und ich sollte mir wohl öfters die Zeit nehmen und solche guten Texte lesen
Wow
Ich habe grade noch 3 andere Texte von dir gelesen und wieder hat mich grade diese Ehrlichkeit fasziniert.
Du lässt nichts aus, egal wie privat es ist.
Du musst keine Angst vor mir haben; ich beiße nur die, die mich auf peinliche Weise und sehr distanzlos ansabbern.